Büste Reichsfreiherr Otto von Schwerin

Kontakt

Breite Straße, 16515 Oranienburg

Sagen Sie's weiter


292594

Ihre Firma?

Otto Freiherr von Schwerin (* 18. März 1616 auf Gut Wittstock bei Greifenhagen; † 14. November 1679 in Berlin) Otto von Schwerin entstammte der pommerschen Adelsfamilie Schwerin und wurde als zweiter Sohn des pommerschen Landrates und Schlosshauptmanns von Ueckermünde auf einem Familiengut in Hinterpommern geboren. Am 22. April 1642 heiratete er in Königsberg Elisabeth Sophie von Schlaberndorff und siedelte mit ihr wenige Wochen später nach Berlin über. Friedrich Wilhelm I. ernannte ihn am 13. Oktober 1645 zum Mitglied seines Geheimen Rates und nahm ihn mit nach Kleve, wo er an den Verhandlungen des Kurfürsten mit den Landständen teilnahm. Kurze Zeit nach der Hochzeit des Kurfürsten mit Luise Henriette von Oranien wurde er zum Hofmeister der neuen Kurfürstin ernannt. Weiteren Anteil hatte er an den Verhandlungen des Kurfürsten mit den Niederlanden sowie zum Frieden von Osnabrück. Noch vor dem Friedensschluss wurde er am 24. März 1648 durch Kaiser Ferdinand III. in den Reichsfreiherrnstand erhoben. In Kleve hatte er wesentlichen Anteil am Zustande eines Vertrages mit den Landständen, der am 9. Oktober 1649 beschlossen wurde. In den folgenden Jahren arbeitete er mit dem in brandenburgische Dienste getreten Georg Friedrich von Waldeck zusammen, so bei einer Reform des Finanzwesens. Im Jahr 1652 wurde er zum General-Postdirektor ernannt. Während des Zweiten Nordischen Krieges distanzierte er sich von der zu den Schweden orientierten Politik Waldecks und setzte sich stattdessen für Verhandlungen mit Polen ein. Diese führten schließlich 1657 zur Erlangung der Souveränität Preußens. Der Kurfürst ernannte ihn am 9. September 1658 zum Ersten Minister und Oberpräsidenten des Geheimen Rates und aller Zivilbehörden. Zwischen 1663 und 1669 gehörte er zu den einflussreichsten Politikern am brandenburgischen Hof. Er leitete die auswärtigen Angelegenheiten und stand in Kontakt mit den Ministern ausländischer Staaten. Während des Englisch-Niederländischen Krieges war er 1666 an den Verhandlungen zum Frieden von Kleve beteiligt. Auf seinen Einfluss soll auch die vorsichtige Politik des Kurfürsten während des Devolutionskrieges zurückgehen. 1669 erkrankte Otto Freiherr von Schwerin schwer, wodurch er etwa ein halbes Jahr keine Amtsgeschäfte führen konnte. Nach seiner nicht vollständigen Genesung bat er den Kurfürsten um seine Entlassung, die dieser jedoch nicht genehmigte. Während seiner politischen Laufbahn in der Brandenburger Regierung war er unter anderem Wirklicher Geheimer Staatsrat (Staatsminister), Ober-Hofmeister und Erz-Kämmerer der Kurmark. Schwerin war ein frommer Protestant. Er dichtete das bekannte Lied »Jesus, meine Zuversicht«, im Evangelischen Gesangbuch Nr. 526.

Bewertungen

 

 Jetzt bewerten
0 0 5 0
> > > Büste Reichsfreiherr Otto von Schwerin
> > > Büste Reichsfreiherr Otto von Schwerin