Gedenkstätte Klinkerwerk

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Die Einrichtung des Werks ging auf eine Vereinbarung des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt Albert Speer und des Verwaltungsamts der SS vom Juli 1938 zurück. Ziel war es, die erheblichen Mengen an Baumaterial bereitzustellen, die Speers Planungen für die Umgestaltung Berlins zur Reichshauptstadt Germania benötigt hätten. Neben dem Ziegeleiwerk wurde ein eigener Hafen an der Lehnitzschleuse sowie – auf Speers Wunsch – auch ein Natursteinwerk eingerichtet. Arbeitssklaven für den Bau lieferte das KZ Sachsenhausen. Den Betrieb der Großziegelei übernahmen die SS-eigenen Deutschen Erd- und Steinwerke. 1941 wurden einige Wohnbaracken errichtet, und das Lager galt fortan als eigenständiges KZ-Außenlager. Ab 1942 wurden Handgranaten produziert; ein „Arbeitskommando Speer“ verwertete Metallschrott. Ab 1944 produzierten hier die Heinkel-Werke Oranienburg Flugzeugteile. Das „Arbeitskommando Klinker“ war bei den Häftlingen besonders gefürchtet, da es wegen Erschöpfung und durch Misshandlungen des Wachpersonals fast täglich zu Todesfällen kam.

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